Transparenzhinweis: Der Bitaxe Gamma 601 wurde mir von PowerMining kostenlos für diesen Test zur Verfügung gestellt. Für die Veröffentlichung dieses Artikels erhalte ich keine direkte Vergütung. Meine Bewertung basiert auf meinen eigenen Erfahrungen und Testergebnissen. Der Anbieter hatte keinen Einfluss auf meine Bewertung.
Einleitung: Bitcoin-Mining für zu Hause
Wenn wir an Bitcoin-Mining denken, stellen sich viele Menschen große Rechenzentren mit leistungsstarken Computern vor, die rund um die Uhr nach neuen Bitcoin-Blöcken suchen. Mittlerweile gibt es jedoch auch kompakte Alternativen für zu Hause.
Der Bitaxe Gamma 601 ist ein solcher Hobby-Miner. Das kleine Gerät ist für Technikbegeisterte gedacht, die sich mit Bitcoin-Mining beschäftigen und die Funktionsweise selbst ausprobieren möchten.
Der Miner erreicht in meinem Test eine Hashrate von ungefähr 1,1 TH/s. Die Leistungsaufnahme wird mit etwa 15 bis 19 Watt angegeben. Damit benötigt er deutlich weniger Strom als große Mining-Systeme.
Ich habe den Bitaxe Gamma 601 eingerichtet und im praktischen Betrieb getestet. In diesem Review zeige ich, wie einfach die Inbetriebnahme funktioniert, welche Hashrate ich erreiche und ob sich das Gerät für Einsteiger eignet.
Technische Daten des Bitaxe Gamma 601
| Eigenschaft | Angaben |
|---|---|
| Modell | Bitaxe Gamma 601 |
| Gerätetyp | Kompakter Bitcoin-Miner |
| Mining-Algorithmus | SHA-256 |
| Hashrate | Ca. 1,1 TH/s laut meinem Test |
| Durchschnittliche Hashrate | Ca. 1,007 TH/s laut meiner bisherigen Beobachtung |
| Leistungsaufnahme | Ca. 15–19 W, nicht selbst gemessen |
| Netzwerk | WLAN |
| Kühlung | Lüfter und Kühlkörper |
| Bedienung | Weboberfläche über AxeOS |
| Einsatzgebiet | Heimgebrauch, Experimente und Bitcoin-Mining |
Hinweis: Die Hashrate kann während des Betriebs schwanken. Die Leistungsaufnahme wurde für diesen Test nicht mit einem separaten Strommessgerät überprüft.
Lieferumfang und Verarbeitung
Im Lieferumfang meines Bitaxe Gamma 601 befanden sich der Miner selbst, eine Edelstahlhalterung, ein Netzteil und eine Gebrauchsanweisung.
Die Halterung ermöglicht es, das Gerät entsprechend der vorgesehenen Montage zu befestigen. Die beiliegende Anleitung beschreibt die grundlegenden Schritte zur Inbetriebnahme.
Für meinen Test habe ich das Gerät zunächst aufgebaut und anschließend mit Strom versorgt.

Bitaxe Gamma 601 einrichten
Die Einrichtung des Bitaxe Gamma 601 war in meinem Test unkompliziert und schnell erledigt.
1. Halterung befestigen und Gerät starten
Zunächst befestigt man die Edelstahlhalterung am vorgesehenen Gehäuse beziehungsweise an der dafür vorgesehenen Montageposition. Anschließend wird der Miner mit der Stromversorgung verbunden und eingeschaltet.
2. WLAN konfigurieren
Nach dem Start verbindet man sich mit dem WLAN des Miners und richtet anschließend die Verbindung zum eigenen Heimnetzwerk ein.
Sobald die Verbindung hergestellt ist, lässt sich die Benutzeroberfläche des Geräts im Browser aufrufen.

3. Mining-Pool einrichten
Im nächsten Schritt muss ein Mining-Pool konfiguriert werden. Dafür werden die entsprechenden Verbindungsdaten des gewählten Pools in der Weboberfläche eingetragen.
Ich habe mich für Braiins entschieden, um am Mining-Pool-Betrieb teilzunehmen. Die Einrichtung war auch für mich als Einsteiger gut nachvollziehbar.
Anschließend konnte der Miner mit der Arbeit beginnen.
Hashrate im Praxistest
Die Hashrate beschreibt, wie viele Hash-Berechnungen ein Miner pro Sekunde durchführen kann. Sie ist ein wichtiger Faktor für die Mining-Leistung.
Der Bitaxe Gamma 601 erreicht laut meinen bisherigen Beobachtungen eine Hashrate von ungefähr 1,1 TH/s. Über einen Zeitraum von etwa einer Stunde lag meine durchschnittlich beobachtete Hashrate bei rund 1,007 TH/s.
Die angezeigte Leistung kann schwanken. Deshalb sollte man einzelne Momentaufnahmen nicht mit einer langfristigen Durchschnittsleistung verwechseln.
Für einen aussagekräftigen Vergleich wäre es sinnvoll, die Hashrate über einen längeren Zeitraum zu beobachten und die Werte regelmäßig zu dokumentieren.
Mein bisheriges Ergebnis: Die Hashrate liegt in der Größenordnung, die ich für diesen kompakten Miner erwartet habe.

Erste Mining-Ergebnisse mit Braiins
Nach dem Einrichten des Miners konnte ich bereits erste Mining-Erträge beobachten.
Seit dem Vorabend hatte mein Miner ungefähr 0,00000018 BTC erwirtschaftet. Dabei handelt es sich um den bis zu diesem Zeitpunkt angezeigten Ertrag aus meinem Mining-Pool.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Solo-Mining und Pool-Mining: Bei einem Pool werden die Erträge entsprechend den Regeln des jeweiligen Anbieters und dem geleisteten Beitrag verteilt. Beim klassischen Solo-Mining erhält man dagegen nicht für jeden kleinen Rechenbeitrag eine anteilige Bitcoin-Auszahlung.
Der bisherige Ertrag ist deshalb eine Momentaufnahme und keine verlässliche Prognose für zukünftige Einnahmen.

Stromverbrauch des Bitaxe Gamma 601
Ein wichtiger Vorteil des Bitaxe Gamma 601 ist seine geringe Leistungsaufnahme im Vergleich zu großen Mining-Systemen.
Für die Berechnung der Stromkosten verwende ich beispielhaft eine durchschnittliche Leistungsaufnahme von 17 Watt. Dieser Wert wurde bei meinem Test nicht selbst gemessen.
Bei einem angenommenen Strompreis von 0,30 Euro pro Kilowattstunde ergeben sich folgende Kosten:
| Zeitraum | Stromverbrauch | Stromkosten |
|---|---|---|
| Pro Stunde | 0,017 kWh | 0,0051 € |
| Pro Tag | 0,408 kWh | 0,12 € |
| Pro Monat | 12,24 kWh | 3,67 € |
| Pro Jahr | 148,92 kWh | 44,68 € |
Die Rechnung geht davon aus, dass der Miner rund um die Uhr mit durchschnittlich 17 Watt läuft.
Der tatsächliche Verbrauch kann je nach Geräteeinstellungen und Netzteil abweichen. Für eine genaue Messung wäre ein Steckdosenmessgerät sinnvoll, das die Leistungsaufnahme des gesamten Systems erfasst.
Lautstärke und Temperatur
Auch Lautstärke und Temperatur spielen bei einem Gerät für den Heimgebrauch eine wichtige Rolle.
Während meines Tests war der Bitaxe Gamma 601 relativ leise. Der Lüfter war allerdings durch einen leichten Pfeifton hörbar.
Die Temperaturanzeige in AxeOS lag während der Nutzung bei ungefähr 60 °C.
Für meinen bisherigen Testzeitraum machte das Gerät damit einen unauffälligen Eindruck. Eine längerfristige Messung wäre jedoch notwendig, um das Temperaturverhalten unter dauerhaftem Betrieb genauer beurteilen zu können.
Wie realistisch ist ein Bitcoin-Block?
Der Bitaxe Gamma 601 kann für das Bitcoin-Mining eingesetzt werden. Die Wahrscheinlichkeit, mit seiner vergleichsweise geringen Hashrate einen vollständigen Bitcoin-Block zu finden, ist jedoch sehr niedrig.
Beim Solo-Mining versucht man, selbst einen gültigen Block zu finden. Wird dieser vom Bitcoin-Netzwerk akzeptiert, erhält der erfolgreiche Miner die vorgesehene Blocksubvention und die Transaktionsgebühren des Blocks.
Entscheidend ist das Verhältnis zwischen der eigenen Hashrate und der gesamten Rechenleistung des Bitcoin-Netzwerks. Große Mining-Unternehmen betreiben viele leistungsstarke ASIC-Miner und verfügen dadurch über einen wesentlich größeren Anteil an der gesamten Rechenleistung.
Der Bitaxe Gamma 601 hat mit ungefähr 1,1 TH/s dagegen nur einen sehr kleinen Anteil daran.
Man kann sich das wie eine Lotterie vorstellen: Eine höhere Rechenleistung erhöht die Chance, einen Block zu finden. Ein Erfolg ist aber auch nach einer langen Laufzeit nicht garantiert.
Warum ist eine lange Laufzeit keine Garantie?
Jeder Mining-Versuch ist ein neuer Versuch, einen gültigen Block-Hash zu finden. Wenn der Miner mehrere Monate oder Jahre läuft, steigt zwar die kumulierte Chance auf einen Treffer, ein Erfolg wird dadurch aber nicht sicher.
Deshalb sollte man den Bitaxe nicht als verlässliche Einnahmequelle betrachten.
Lohnt sich das Mining finanziell?
Ein niedriger Stromverbrauch bedeutet nicht automatisch, dass ein Miner profitabel ist. Neben den Stromkosten spielen auch der Anschaffungspreis, die Hashrate, die Entwicklung der Netzwerkleistung und die tatsächlichen Mining-Erträge eine Rolle.
Der Bitaxe Gamma 601 ist daher vor allem für Technikbegeisterte interessant, die Bitcoin-Mining selbst ausprobieren möchten. Wer regelmäßig Geld verdienen will, sollte sich bewusst sein, dass Solo-Mining keine planbaren Einnahmen bietet.
Braucht man schnelles Internet?
Für den Betrieb des Bitaxe Gamma 601 ist vor allem eine stabile Internetverbindung wichtig. Eine besonders hohe Bandbreite ist für einen einzelnen Miner normalerweise nicht erforderlich.
In meinem bisherigen Test ließ sich das Gerät problemlos mit dem WLAN verbinden. Auch die Verbindung zum Mining-Pool blieb bislang stabil.
Das ist ein Vorteil für den Einsatz zu Hause: Man benötigt kein eigenes Rechenzentrum und keine besonders schnelle Internetleitung, um mit dem Experimentieren zu beginnen.
Vorteile und Nachteile des Bitaxe Gamma 601
Vorteile
- Kompakte Bauweise für den Einsatz zu Hause.
- Vergleichsweise geringe Leistungsaufnahme.
- Interessant für Technikbegeisterte und Bitcoin-Einsteiger.
- Einrichtung über eine Weboberfläche.
- Praktische Möglichkeit, die Grundlagen des Bitcoin-Minings kennenzulernen.
Nachteile
- Sehr geringe Wahrscheinlichkeit, beim Solo-Mining einen Bitcoin-Block zu finden.
- Keine verlässliche Einnahmequelle.
- Lüftergeräusche sind hörbar.
- Der tatsächliche Stromverbrauch wurde in meinem Test noch nicht separat gemessen.
- Die Wirtschaftlichkeit hängt von den Anschaffungskosten, dem Strompreis und den Mining-Erträgen ab.
Für wen lohnt sich der Bitaxe Gamma 601?
Technikbegeisterte: Wer sich für Bitcoin, ASIC-Chips und Mining interessiert, erhält ein kompaktes Gerät zum Experimentieren.
Einsteiger: Wer bereit ist, sich mit WLAN, der Weboberfläche und der Konfiguration eines Mining-Pools zu beschäftigen, kann die Grundlagen des Minings praktisch kennenlernen.
Menschen, die Geld verdienen möchten: Wer regelmäßige Einnahmen erwartet, sollte seine Erwartungen anpassen. Ein Bitcoin-Blockfund ist bei dieser Hashrate nicht planbar. Pool-Mining kann zwar kleinere anteilige Erträge ermöglichen, diese hängen jedoch vom jeweiligen Pool und der tatsächlich geleisteten Arbeit ab.
Fazit – Ist der Bitaxe Gamma 601 empfehlenswert?
Die Einrichtung des Bitaxe Gamma 601 war in meinem Test schnell erledigt. Die beiliegende Anleitung beschreibt die notwendigen Schritte verständlich, und auch die Konfiguration der Verbindung zum Mining-Pool war unkompliziert.
Die Hashrate lag bei meinen bisherigen Beobachtungen bei ungefähr 1,1 TH/s, mit einem über etwa eine Stunde beobachteten Durchschnitt von rund 1,007 TH/s.
Auch die Lautstärke und die Temperatur machten während des bisherigen Testzeitraums einen unauffälligen Eindruck. Der Lüfter ist zwar leise hörbar, die angezeigte Temperatur lag aber bei ungefähr 60 °C.
Den Stromverbrauch habe ich noch nicht selbst gemessen. Die berechneten Betriebskosten beruhen deshalb auf einer angenommenen Leistungsaufnahme von 17 Watt.
Mein bisheriges Fazit: Der Bitaxe Gamma 601 ist für mich ein interessantes Gerät, um in das Thema Bitcoin-Mining einzusteigen. Besonders für Technikbegeisterte, die einen kompakten Miner ausprobieren und die Funktionsweise verstehen möchten, ist er eine Überlegung wert.
Wer dagegen auf regelmäßige Gewinne hofft, sollte vorsichtig sein. Die geringe Hashrate macht einen erfolgreichen Solo-Block sehr unwahrscheinlich. Der Reiz des Geräts liegt daher eher im technischen Experimentieren als in planbaren Einnahmen.
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